Jonglierbälle. Sensoren. Live-Musik. Licht.
Amble ist selbst eine Fusion — Audio, Music, Ball. Fusion kommt von Sensorfusion, der Technik, die im Zentrum steht, wie die Bälle ihre eigene Bewegung verstehen.
Duo · Uraufführung Mai 2026
Die Show im vollumfänglichen Format: Noah Schiltknecht und Benjamin Beaujard, 50 Minuten, fünf Hände mit klangerzeugenden Bällen. Echoes erkundet Erinnerung und Kindheit durch Jonglage, die ihre eigene Musik komponiert — Muster, die rufen, antworten und verändert zurückkehren, wie Echos.
Dauer: 50 Min. · Vollformat · Alle Altersgruppen
Buchung anfragen →Solo · Uraufführung Juli 2026
Das Solo im kleinen Format: 20 Minuten, ein Jongleur, ein Instrument aus fliegenden Bällen. Benannt nach Marin Mersenne (1588–1648), dem Mönch und Mathematiker, der als Vater der Akustik gilt — dem Ersten, der die Gesetze der schwingenden Saite aufschrieb und Zahl in Harmonie verwandelte. Genau das, was die Bälle tun.
Dauer: 20 Min. · Kleines Format · Alle Altersgruppen — eine eigene Spielreihe für Alter 6–13 wurde aufgeführt.
Buchung anfragen →Amble Fusion definiert Jonglage als immersives Erlebnis für Auge, Ohr und Herz neu. Traditionelle visuelle Kunst verschmilzt mit Musik und Licht zu einer wahrhaft emotionalen Sprache.
Jeder Amble Fusion Ball wird von Grund auf neu gebaut: massgefertigte Elektronik, Bewegungssensoren, die jeden Wurf, Fang, jede Drehung und jeden Moment der Stillheit erfassen, und eine drahtlose Verbindung, die diese Daten in Echtzeit vom Ball überträgt. Die Bewegung wird zu Klang — live synthetisiert — und zu Licht, sowohl innerhalb der Bälle als auch über die Bühne hinweg.
Die Bälle spielen keine Aufnahmen ab. Sie sind Instrumente. Die Musik existiert nur, solange auch jongliert wird.
Es begann 2017 am DOCH, der Zirkusschule in Stockholm, innerhalb von Stefan Sings Workshop. Eine Gruppe von Jongleuren spielte zusammen als Jonglorchester — kollektive Rhythmuserzeugung mit Bällen. Bruno Spoerri, der Schweizer Komponist und Erfinder, baute ein frühes Video-Tracking-System, das Ballpositionen in Klang verwandelte. Die Frage formte sich: Was wäre, wenn die Bälle selbst ihre eigene Bewegung hören könnten? In Peking im selben Jahr keimte der Samen des Projekts.
Tim Bouwens baute die ersten drei Hardware-Prototypen — rau, zerbrechlich, aber lebendig. Jeder Ball trug einen Sensor und eine drahtlose Verbindung. Um einen Sinn aus den Daten zu machen, die sie erzeugten, begann Noah sich von Grund auf Programmieren und Max/MSP beizubringen, spät abends und an Wochenenden, ohne technische Vorbildung. Bruno Spoerri betreute die frühen Soundsysteme und Software und beantwortete geduldig Fragen von jemandem, der ein ganzes Fachgebiet im Flug lernte.
Es gab einen dunkelsten Moment. Die Prototypen waren unzuverlässig, die Musik war grob, die Kluft zwischen Idee und Wirklichkeit schien unüberwindbar. Der Fortschritt war langsam und unsichtbar. Aber das Projekt weigerte sich zu sterben — weil hin und wieder, für ein paar Sekunden, ein Muster sass und der Klang genau richtig war, und das reichte, um weiterzumachen.
Hannah Marti entwarf die Gehäuse, die die Bälle so robust machten, dass man mit ihnen auftreten konnte. Denis Paumier und Sylvain Garnavault spendeten eine Flotte von Sensorbällen und gaben dem Projekt echte Masse. Eine Community-Crowdfunding-Kampagne im Jahr 2021 finanzierte den ersten vollständigen Aufführungssatz. Im Herbst 2024 kam Fabian Laute hinzu und baute die Sound-Engine — das System, das schliesslich rohe Bewegungsdaten in ein lebendiges Musikinstrument übersetzte. Im Dezember 2024 kam Benjamin Beaujard als Jonglage-Mitwirkender und Musterkomponist hinzu, und die Arbeit wurde ein Dialog zwischen zwei Jongleuren statt einer einzelnen Stimme.
Und dann war es auf der Bühne. Residenzen an der Maison des Jonglages in Paris, beim Dynamo in Odense, bei La Grille sowie bei Br'Ain du Cirque und Maison du Cirque in Bourg-en-Bresse formten das Stück Saison für Saison. Eine Präsentation an der Aula der Kantonsschule Glarus im November 2025. Im Mai 2026 wurde Amble Fusion: Echoes uraufgeführt — die Duo-Show im Vollformat. Im Juli 2026 folgte Amble Fusion: Mersenne — das Solo. Das Instrument war zu einem Repertoire geworden.
"I consider Noah's project Amble Fusion to be unique and relevant — at the intersection between art and scientific research, with the goal of being at the forefront of the development of circus."
— Viktoria Dalborg, Artistic Director, Kompani Giraff
Echoes (Duo, 50 Min., Vollformat) und Mersenne (Solo, 20 Min., kleines Format) sind für Festivals, Theater und spezielle Anlässe verfügbar. Alle Altersgruppen. Tech-Rider und Projektdossier auf Anfrage erhältlich.
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